Die praktische Umsetzung der Businessplan-Erstellung

Die Erstellung eines Businessplans wird in der Praxis häufig auf das Thema Existenzgründung reduziert. Übersehen wird hierbei, dass jede Erweiterung des bestehenden Geschäfts eine ebenfalls detaillierte und zahlenbasierte Planung voraussetzt.

Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans
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Das jemand, der sich selbstständig macht einen Businessplan schreiben sollte, erscheint logisch und ist insbesondere, wenn externe Finanzierungsquellen, wie Banken oder Fördergelder, benötigt werden, Standard. Da der Businessplan in der Regel eine ungewisse Zukunft abbildet, wird häufig versucht, diesen so zu schreiben, wie man meint, dass der Adressat, z.B. eine Bank, diesen haben möchte. Für viele Existenzgründer handelt es sich hierbei sowieso nur um Kaffeesatzlesen mit fehlendem Realitätsbezug.

Gerade dieser scheinbar fehlende Realitätsbezug führt dann in der späteren unternehmerischen Tätigkeit zu einer Ablehnung des Werkzeugs Businessplan für die eigene unternehmerische Planung neuer Projekte und Geschäftsmodelle. Visionen und Ziele, die bei Planung des Projektes meist eher nebulös vorhanden waren und daher nicht schriftlich fixiert wurden, bleiben in der Umsetzung schlichtweg unberücksichtigt. Das Ergebnis kann ein betriebswirtschaftlicher Blindflug sein. Das ist ungefähr so, als wenn man bei 50m Sichtweite auf der Autobahn mit 200km/h fährt. Man kann das Ziel selbstverständlich in kürzester Zeit wohlbehalten erreichen, geht aber auf der anderen Seite das hohe Risiko eines Totalverlustes ein.

Der Unternehmer sollte also Antworten zu grundsätzlichen Fragen seiner neuen Geschäftsidee im Vorfeld schriftlich fixieren und sich so einen strukturierten Leitfaden für die spätere Umsetzung schaffen. In der Hektik des Alltags, nachdem das operative Geschäft einmal aufgenommen worden ist, gehen diese Fragestellungen zu Lasten der Umsetzung meist unter. Die Erstellung eines Businessplans schafft so die Möglichkeit eines späteren Soll-Ist-Vergleichs, wodurch auch frühzeitig die Notwendigkeit eines Ausstiegs erkennbar wird, bevor der oben erwähnte Totalverlust eintritt.

Wenn also die Erstellung eines Businessplans sinnvoll ist, woher kommt dann die Ablehnung gegen die Aufstellung eines solchen, wenn man einmal von Zeit und Arbeit die damit verbunden ist absieht.

Da ist zum einen die Beschreibung des zukünftig zu bedienenden Zielmarktes zu nennen. Als Unternehmer ist man sich in der Regel darüber im Klaren, dass die genaue Beschreibung in vielen Fällen kaum möglich ist. Vorliegendes Zahlenmaterial hilft gerade für innovative Ideen nur begrenzt weiter und eine eigene Marktstudie zu betreiben ist häufig zu zeitaufwendig und teuer. Natürlich macht man sich seine Gedanken zu dem Markt in dem später der Absatz des eigenen Produktes erfolgen soll. Da man aber einen Markt, über den kein Zahlenmaterial verfügbar ist nur schwer beschreiben kann, passiert dies meist nur unstrukturiert und in nicht wenigen Fällen noch nicht einmal schriftlich.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass es häufig nicht einfach erscheint, zukunftsorientierte unternehmerische Ideen in Zahlen auszudrücken. Zahlen haben so etwas Endgültiges und Genaues und das passt einfach nicht zur Planung einer in vielen Bereichen doch irgendwie unsicheren Zukunft.

Die Vorgehensweise bei der Aufstellung eines Businessplans für das neue Projekt oder Geschäftsmodell ist von der Sache her eigentlich klar und einfach. Und dennoch kann es hilfreich sein jemanden zu kennen, den man bei der Umsetzung um Rat fragen kann.

TUTOR-CONSULT ist spezialisiert auf die Erstellung von Businessplanungen und deren Umsetzung. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf. Gerne benennen wir dann auch Referenzen.