Gründungsförderung für ALG I-Empfänger

Der Gründungszuschuss gehört zu den Instrumenten der Gründungsförderung in Deutschland. Gefördert werden können Arbeitslose (ALG I), die aus der Arbeitslosigkeit eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen.

staatliche Förderung

© Nerlich Images – Fotolia.com

Gedacht ist der Gründungszuschuss zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Absicherung in der Startphase der Existenzgründung. Der Zuschuss stellt eine Ermessensleistung der Arbeitsagentur dar, wodurch der frühere Rechtsanspruch Ende 2011 entfallen ist.

Gründer, die diesen Zuschuss in Anspruch nehmen wollen, müssen bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit noch einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen haben. Bei der Antragstellung muss der Arbeitsagentur die Tragfähigkeit der Existenzgründung durch Konzept und Stellungnahme einer fachkundigen Stelle nachgewiesen werden.

Der Zuschuss wird für einen Zeitraum von sechs Monaten in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes gewährt. Hinzu kommen monatlich 300 EUR als Beitrag zur sozialen Absicherung. Nach den sechs Monaten können die 300 EUR für weitere neun Monate auf erneuten Antrag gewährt werden, sofern eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche Aktivitäten der Arbeitsagentur plausibel dargelegt werden können.

Setzen Sie einfach mit uns in Verbindung, wir unterstützen Sie gerne bei der Beantragung des Gründungszuschusses!

Was tun, bei Ablehnung des Gründungszuschusses?

Nicht selten wird dem Gründungswilligen schon im Vorfeld der Antragstellung gesagt, der Antrag brauche gar nicht gestellt zu werden, weil dieser sowieso abgelehnt werde. Genannte Gründe sind hier meist Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt oder fehlende Tragfähigkeit der Existenzgründung, ohne dass überhaupt eine Prüfung stattgefunden hat. Lassen Sie sich hiervon nicht entmutigen, bestehen Sie auf der Aushändigung des Antrages und stellen Sie Ihren Antrag!

Haben Sie alle erforderlichen Antragsunterlagen vollständig eingereicht und wird Ihr Antrag auf Gründungszuschuss nach Prüfung durch die Arbeitsagentur abgelehnt, besteht für Sie die Möglichkeit, im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens Argumente gegen diese Ablehnung vorzubringen. Um dabei keine Fehler zu machen, sollten Sie sich unmittelbar nach Erhalt des Ablehnungsbescheides (Ausschlussfrist für Widerspruch: 1 Monat!) durch einen fachkundigen Rechtsbeistand beraten zu lassen. Gerne empfehlen wir Ihnen hier einen mit uns kooperierenden Rechtsanwalt.

Aktualisiert von TUTOR-CONSULT am 29. November 2014