Cyberrisiken schlecht abgesichert

Nach einer Studie der Gothaer Versicherung in der 1.006 klein- und mittelständige Unternehmen befragt wurden, sehen KMU in Hackerangriffen und Datendiebstahl nach Einbruch und menschlichem Versagen die aktuell größten Risiken für Ihr Unternehmen.

So gehen 32% der Unternehmen davon aus, dass sie zukünftig von Hackerangriffen oder Datendiebstahl betroffen sein könnten. Vor zwei Jahren waren es noch fünf Prozent weniger. Dies liegt letztlich auch daran, dass 75% der KMU Digitalisierung für einen wichtigen Aspekt halten und insbesondere die größeren KMU sich eine nicht digitalisierte Arbeit nicht mehr vorstellen können.

Trotzdem verzichten 20% der Unternehmen auf die Installation eines Virenschutzprogrammes, 25% besitzen keine Firewall und 33% führen keine regelmäßige Datensicherung durch.

Interessant vor dem Hintergrund der Einschätzung der Bedeutung von Cyberrisiken ist, dass nur neun Prozent der Unternehmen angeben, einen ausreichenden Versicherungsschutz gegen Cyberrisiken zu haben. Im Vergleich dazu sind Gebäuderisiken, die mittlerweile in der Einschätzung hinter den Cyberrisiken rangieren zu etwa 65% abgesichert. Die Hitliste der durch KMU abgeschlossenen Versicherungen lautet dann nach Angaben der Gothaer Versicherung:

  1. Betriebshaftpflicht-Versicherung (88%)
  2. Betriebliche Gebäude-Versicherung (65%)
  3. Elektronik-Versicherung (38%)
  4. Betriebsunterbrechungs-Versicherung (32%)
  5. Geschäftsinhalt-Versicherung (31%)
  6. D&O-Versicherung (10%)
  7. Absicherung gegen Cyberrisiken (9%)

Einen jährlichen Versicherungscheck führen dabei nur 42% der Unternehmen durch.